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5.9 hrs on record
Nichts für schwache Nerven

“Scorn” geht wirklich einen brutalen Weg und ist wirklich eines dieser Spieler, wo ihr eure kleine Schwester nicht zugucken lassen solltet!

Gameplay
“Scorn” ist ein First-Person Erlebnis, in dem wir viel rätseln, die Welt erkunden und im Verlauf der Handlung auch Shooterlemente bekommen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf der Welt. Die Rätsel sind bis auf 1-2 Ausnahmen nicht besonders schwer.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3275140524
Das Abenteuer in dieser dunklen Welt ist zudem auch recht kurz: Nach ca. 6 Stunden ist der Alptraum vorbei…Seltsam, dass man einen Alptraum vermissen kann.

Story
Als unbenannte Person wachen wir auf und finden uns wohl in dem wieder, was der Hölle recht gleich kommt. Oder befinden wir uns eher in einem Schlachthaus für Menschen? Die Beurteilung will ich mal euch überlassen. Da es keinen wirklichen Text gibt und die Welt sehr fremdartig aussieht, muss man schon selber überlegen, was man da eigentlich durchlebt.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3275139943
Wir erleben auf jeden Fall ein paar echt eklige Stellen und müssen uns die Geschichte selber interpretieren. Spielt also aufmerksam und genießt eine ungewöhnliche Erzählweise, die ohne irgendwelche Dialoge klarkommt. Ich fand die Idee gut umgesetzt.

Grafik/Sound
Also, wie sehr soll es nach Xenomorph aussehen ohne das ein Xenomorph selber vorkommt? Ja! Auch wenn die Grafik an manchen Stellen altbacken und an anderen Stellen wieder richtig gut aussieht, wäre H.R. Giger[de.wikipedia.org] wohl stolz.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3275139720
Ich kann es hier auch nur nochmal erwähnen: Es gibt hier echt ein paar eklige Stellen, die aber eine gewisse Ästhetik mitbringen. Aber wer dieses Spiel kauft, weiß wohl, worauf er sich einlässt. Die Soundkulisse ist zwar etwas ruhig, wirkt aber bedrohlich. Sie könnte aber etwas mehr Druck aufbauen. Eine Vertonung in irgendeiner Sprache gibt es nicht, was wiederum die Geschichte so interessant gestaltet.

Fazit
„Scorn“ richtet sich an erwachsene Spieler, die zum einen den Stil schätzen und gleichzeitig sich die Puzzleteile der Story selber im Kopf zusammensetzen möchten. Qualitativ ist das Spiel durchaus gut, aber nicht auf ganz hohem Niveau. Horrorfans von bedrückender Atmosphäre kommen hier voll auf ihre Kosten, Jumpscares gibt es weniger. Für mich persönlich macht die Atmosphäre ja auch eher den Horror aus. „Scorn“ spricht schon eine spezielle Subkultur an, aber wer sich eben davon angesprochen fühlt, der kommt hier echt auf seine blutigen Kosten!


Du stehst nicht auf sowas oder willst mehr davon? Beiden Nachfragen kann ich gut in meiner Steamgruppe oder in der German Steam Community nachkommen. Schau doch mal vorbei!
Posted 25 June.
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13 people found this review helpful
2
17.3 hrs on record (7.2 hrs at review time)
Early Access Review
Hat mal jemand Licht?

Bevor das Spiel auf Steam veröffentlicht wurde, habe ich es bereits ziemlich viel über den eigenen Launcher gespielt. Schön, dass es jetzt wieder seinen Weg auf Steam gefunden hat und man seinen Account auch auf Steam übertragen durfte.

Gameplay
“Dark & Darker” ist ein kompetitives Spiel im Dark-Fantasystil. In kurz: Dungeon & Dragons lässt grüßen, denn da kommen Klassen, Fähigkeiten und Inspiration her!
Alleine oder mit bis zu zwei Freunden hüpfen wir in die Dungeons und legen uns mit den NPCs und den noch viel schwerer zu besiegbaren anderen Spielern an. Denn egal ob uns ein anderer Spieler den Loot streitig machen möchte oder wir diesen überhaupt kriegen, das Spiel verzeiht nicht viele Fehler. Man kann sehr schnell das Zeitliche segen und die eigenen Gebeine fügen sich den Anderen im Dungeon hinzu. Ein zu später Ausweichversuch, ein missglückter Blockversuch mit dem Schild oder zuviele NPCs auf einmal und/oder Spieler dazu können verhindern, dass wir mit der ersehnten Beute den Dungeon wieder verlassen können. Die verschiedenen Ausgänge erscheinen teils erst spät in der Partie und bieten nicht immer dem gesamten Team die Flucht. Tja, und wenn es darauf hinausläuft, ob ich oder der Kleriker da hinten rauskomme, dann ist mir Religion und Nächstensliebe plötzlich gar nicht nicht mehr so wichtig. Alternativ geht es aber auch noch auf die nächste Dungeonebene mit noch schlimmeren Feinden und besserem Loot. Das Szenario ist ziemlich klassisch und die Abkürzung “D&D” kommt bestimmt nicht zufällig daher. So siehts auch mit unseren Klassen aus: Kämpfer, Ranger, Zauberer, Schurke: Wir laufen hier schon mit wandelnden Klischees umher. Seit den frühen Phasen hat sich viel zum Positiven gewandelt und viele frustrierende Momente sind zumindest weniger frustrierend und das Gameplay ist zwar immer noch etwas klobig, fühlt sich aber besser und einfacher an.

Story/Community
Das Spiel hat keine große eigene Geschichte, nur wir mutigen Wanderer haben unsere eigenen Erlebnisse zu erzählen…wenn wir überleben. Wie gesagt ist das Spiel ziemlich klassisch und in einer Zeit, wo alles irgendwie besonders sein muss, ist die Rückkehr zum typischen Design schon wieder angenehm.
Eine ganz andere Geschichte ist die Entwicklungsgeschichte von “Dark &Darker”, deren meisten Mitarbeitenden früher bei dem südkoreanischen Entwickler Nexon beschäftigt waren. Der ehemalige Arbeitgeber hat dem kleinen Team ganz schön Steine in den Weg[dotesports.com] gelegt.
Die Community varriiert ziemlich stark und im Spiel selber habe ich sie eher negativ erlebt, während sie außerhalb des Spiels ziemlich cool war. Im Spiel kommt oft Blödsinn über den Voicechat, man lügt, dass man doch freundlich wäre und ich habe auch erlebt, dass manche Spieler sich lieber selber umbringen, damit man den Kill ja nicht angerechnet bekommt und das Looten schwer gemacht wird. Auf der anderen Seite hat die Community die Entwickler echt stark unterstützt und grade in der frühen Phase von Exploits abgesehen und zusammen gefachsimpelt. Allerdings glaube ich auch, dass man da einfach zwei grundverschiedende Sorten von Menschen trifft. Frust kann das Spiel natürlich schnell erzeugen und Frust sorgt oft schnell für Wut und toxischem Verhalten.

Grafik/Sound
Wie beschreibt man das Spiel wohl am Besten? Wohl als Dunkel! Auf jeden Fall können Fackeln taktisch verwendet werden und Lichtquellen sind Freund und Feind zugleich. Abgesehen davon ist die Grafik nicht besonders und zwar eher einfach, aber praktisch gehalten.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3270346981
Die Soundkulisse ist ziemlich gut und auch wichtig im Dungeon, da man die Leute oft hört, bevor man sie sieht. Technisch ist „Dark and Darker“ aber sicherlich kein Meisterwerk.

Fazit
„Dark and Darker“ hat eine bewegte Entwicklergeschichte hinter sich und konnte sich nur durch den frühen Playtest und ebenfalls frühen Verkauf über Wasser halten. Die kommt aber auch nicht von ungefähr, weil das Spiel gut umgesetzt ist und eine Nische trifft. Hier hat man sehr schweres Gameplay mit einem klassischen Setting verbunden, was das Spiel einfach und schwer zugleich erscheinen lässt. Während es am Anfang noch eher ein Extractionspiel mit Schwerpunkt Battle Royal war, hat es sich dahin entwickelt, dass PVP etwas unwichtiger geworden ist und es mehr Richtung Dungeoncrawler geht. Mittlerweile kann man den Titel kostenlos antesten, d.h. eingeschränkt mit einer Klasse spielen und wer Dungeon and Dragons oder Extractspiele mag, sollte sich mal in die dunkle Welt von „Dark and Darker“ begeben.


Ich habe das Review vor Ewigkeiten schon geschrieben gehabt und jetzt kann ich es endlich mal veröffentlichen. Das fühlt sich gut an! Für mehr gute Reviews kannst du mir, am besten mit einer Fackel bewaffnet, meiner Steamgruppe oder der German Steam Community folgen.
Posted 18 June. Last edited 18 June.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
18 people found this review helpful
2
13.2 hrs on record
Alte Wunden können auch schmerzen

„Ein verdrängtes Problem ist noch lange kein gelöstes Problem.“ - Das könnte eine Kernaussage des Spiels sein, ist aber auch ein guter Rat, wie man sein Leben gestalten sollte.

Gameplay
“Tell Me Why” unterscheidet sich spielerisch nicht wirklich groß von anderen Spielen der Marke DONTNOD. Wir erleben Cutscenes, führen Dialoge und erkunden kleinere Gebiete, dabei immer im Hinblick auf die Story.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3263506174
Wir wechseln dabei je nach Szene aber zwischen den beiden Figuren. Typisch für die Erzählspiele haben wir auch wieder eine übernatürliche Fähigkeit. Hier können die beiden Hauptcharaktere telepathisch miteinander reden als auch Erinnerungen aufrufen, die den Spieler dann auch manchmal vor die Wahl stellen: Welche Erinnerung scheint glaubwürdiger?
Der Titel ist mit drei Kapiteln kürzer als andere Titel. Auch etwas schade: Dialoge sind nicht überspringbar.

Story
Nach Jahren in einer Jugendhaftanstalt bzw. Erziehungscamp kommt Tyler aus seinem Arrest und wird von seiner Schwester Alysson abgeholt, die er seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hat. Diese haben nicht nur untereinander und mit sich selbst Dinge zu klären, sie wollen auch das Haus ihrer Mutter verkaufen. Habe ich schon erwähnt, dass Tyler in das Erziehungscamp kam, weil er seine Mutter umgebracht hat? Die Gründe dafür schienen zunächst klar, aber neue Details sorgen dafür, dass wir uns gemeinsam auf die Suche nach Hinweisen machen, wer unsere Mutter eigentlich wirklich war und wie es soweit kommen konnte.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3263507863
Untermauert wird diese Prämisse noch durch Märchengeschichten, welche die Geschwister als Kinder „erlebt“ haben.
Und ja, Tyler ist ein Trans-Mann und das Spiel hat viele LGBTIQ+ Inhalte. Traurigerweise reicht das vielen Leuten ja schon, dass Spiel nicht zu kaufen oder es negativ zu bewerten. Die angesprochenen Inhalte finde ich allerdings sehr sinnvoll in die Geschichte eingewoben und spricht Probleme an, die viele Leute aus der LGBTIQ+ Community haben. Tylers Person macht alleine aber definitiv nicht das Spiel aus, denn dort geht es um verzwickte Familienverhältnisse und aufgeworfene Fragen. Das Spiel dreht jetzt nicht wie Life Is Strange auf, aber man kann die Handlungen der Charaktere gut nachempfinden. Wer sich hier in die Figuren hineinfühlt, kann das Spiel besser erleben.

Grafik/Sound
Grafisch ist der Titel gut gelungen und in der Qualität auch besser als das später erschienende Twin Mirror. Ich hatte ein wenig das Gefühl, in der dritten Episode nimmt die Grafik aber etwas ab.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3262279520
Überrascht hat mich das Spiel, weil es sehr untypisch für DONTNOD ist, auch eine deutsche Sprachausgabe hat. Die ist sogar sehr sauber gelungen. Nur die Untertitel passen da nicht immer überein. Ansonsten sind Musik und Vertonung gelungen, wie man es von dem Entwickler erwarten würde.


Fazit
„Tell Me Why“ ist grundsätzlich ein gutes Spiel. Die Geschwindigkeit ist vielleicht etwas langsam, aber die Charaktere wirken bis auf ein paar Momente auch sehr glaubhaft. Ein bisschen hatte ich auch das Gefühl, dass sich die Charaktere ein bisschen zu sehr im Kreis drehen, bis sie dort dann ausbrechen. Qualitativ liegt es zumindest klar über Twin Mirror, aber nicht über Life Is Strange. Wobei es, dass muss man differenzieren, auch einen anderen Ansatz verfolgt. Für Leute im LGBTIQ+ Bereich ist das Spiel sicherlich nochmal interessanter, wobei ich lügen müsste, wenn ich nicht zumindest auch ein wenig über die Inhalte nachgedacht habe. Wer es noch nicht getan hat, sollte sonst aber erstmal die ganzen „richtigen Life Is Strange“-Spiele erleben. Geschichtlich und Emotional fand ich die nämlich einfach stärker. „Tell Me Why“ hat aber auch noch einen Vorteil: In jedem Juni wird es passend zum Pride-Month kostenlos abholbar. Also holt es euch einfach dann und spielt es, wenn ihr wollt.


Zufällig schon meine Reviews zu anderen Spielen von DONTNOD gesehen? Wenn meiner Steamgruppe oder der German Steam Community als auch dem jeweiligen Kuratorenprogramm folgst, werden die dir extra angezeigt. Über ein Follow würde ich mich da sehr freuen.
Posted 8 June. Last edited 8 June.
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14 people found this review helpful
67.5 hrs on record
Wohin die Straße führt…

Auch in der Postapokalype gilt: Leg dich nicht mit Bikern an!

Gameplay
“Days Gone” führt uns in eine postapokalyptische Open-World der Viren-Zombies. Das heißt, die Feinde schlurfen nicht langsam vor sich hin, sondern sehen in dem Spieler eine saftige Fleischkeule. Neben ein paar Craftingobjekten verlassen wir uns hier auf ein Nahkampfsystem mit Ausweichen und draufkloppen, was bei mehr als ein paar Feinden aber schnell gefährlich werden kann. Schusswaffen helfen zwar, aber auch hier können die Feinde in größerer Zahl sehr schnell sehr gefährlich werden. Wenn da als Anfänger 10 “Freaker” auf einen zukommen, sollte man doch vielleicht lieber die Flucht antreten, bis man besser aufgestellt ist und dazu gelernt hat.
Zentral ist außerdem unser Motorrad, für das wir immer nach Sprit suchen müssen und auch als mobiler Speicherpunkt dient und im Verlauf unserer Reise immer neue Upgrades bekommt.
Die offene Spielwelt bietet allerdings nicht unfassbar viel, wenn es um das eigene Erkunden geht. Denn im Verlauf der Missionen, die wir für verschiedene Camps als auch für uns selbst erledigen, kommen wir an den meisten Orten ohnehin mal vorbei. Die Aktivitäten beschränken sich auf das Zerstören ein paar Zombienestern oder Außenposten von Plünderern. Es gibt noch ein paar simple sich wiederholende Zufallsbegegnungen, Jagd auf wilde Tiere, das Suchen von bestimmten Medizingegenständen und als Highlight wären da vielleicht noch die Horden zu nennen.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3260027133
Insgesamt macht die Spielwelt durchaus Spaß, aber sie besteht eben aus vielen klassischen Aspekten. Hier und da wird man zwar für das Herumfahren frei Schnauze belohnt, aber etwas mehr Motivation hätte ich gut gefunden. Auch in der Hauptstory haben wir oft Aufgaben wie "Hol mir das" oder "Töte XY". Aber es gibt eben auch Missionen, die wirklich schön storylastig sind.

Story
2 Jahre nach Ausbruch der Zombieapokalypse findet sich Biker Deacon zusammen mit seinem besten Freund Boozer in einem postapokalyptischen Amerika, im Bundesstaat Oregon, wieder. Neben dem Versuch, darin zu überleben und den verschiedenen Zombies auszuweichen, die hier eher schnelle Virenzombies sind, planen die beiden auch eine größere Reise, die es vorzubereiten gilt. Während es sich natürlich um diese Spielwelt des motorradfahrenden Überlebenden geht, muss Deacon sich gleichzeitig mit anderen Dingen aus seiner Vergangenheit wie dem Tod seiner Frau auseinandersetzen. Deacon muss sich um viele Dinge gleichzeitig kümmern und so ist das Spiel auch in mehrere Stories unterteilt, die unseren Fortschritt in verschiedenen Bereichen misst. Ich finde unsere Hauptfigur Deacon recht interessant ausgewählt: Er ist Biker eines MCs gewesen, verliebt in seine Frau und eben nicht gerade der typische Held. Er verhält sich egoistisch und großspurig, aber im Verlauf der Geschichte erleben wir auch andere Momente.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3260030204
Das Writing ist insgesamt durchschnittlich und bringt keine besondere Tiefe mit. Aber das Spiel will, so würde ich es einschätzen, auch eher oberflächlich bleiben. Es bleibt die Geschichte eines einfachen Mannes, der in einer einfachen Welt ums Überleben kämpft. „Friss oder stirb“ ist hier wohl das Motto.
Etwas schade fand ich, dass die Welt nur voller Feinde ist. Abgesehen von ein paar generischen Typen, die man retten kann, gibt es außerhalb der Camps nur Feinde. Da würde dieses Szenario doch deutlich mehr Möglichkeiten für schräge und interessante Zufallsbegnungen bieten. Das soll aber nicht heißen, dass das Spiel gerade in der Hauptstory nicht seine emotionalen und sehr guten Momente hat.

Grafik/Sound
Ich hätte vor 5 Jahren nicht gedacht, dass ich mal ein Spiel, dass für die Konsole konzipiert wurde, für seine Grafik loben würde. Manche Bereiche sind zwar auch etwas schwach, insgesamt sieht das Spiel aber echt nicht schlecht aus.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3260028733
Die deutsche Synchro hat zwar ein paar kleinere Fehler, ist insgesamt aber ziemlich sauber. Ein gutes Detail: Wenn wir über Funk mit wem reden, aber grade mit etwas beschäftigt sind, unterbricht das Gespräch und Deacon fragt z.B. nach der Schießerei: „Sorry, wie war das?“. Damit löst das Spiel ein Problem, dass wir doch alle kennen.

Fazit
„Days Gone“ nimmt ein recht typisches Szenario und garniert es mit Motorrädern, durchgeknallten Figuren und ein wenig Mad Max. Es ist ein wenig so, als hätte The Walking Dead[de.wikipedia.org] Sex mit Sons of Anarchy[de.wikipedia.org] gehabt. Und das funktioniert durchaus gut, auch wenn ich mir denke, dass man an manchen Stellen nochmal mehr hätte herausholen können. „Days Gone“ bleibt durchweg oberflächlich und will bewusst eine große Spielerbasis ansprechen. Es ist auf jeden Fall ein gutes Adventure, dass man mal spielen kann. Mir hat es durchaus Spaß gemacht, manche Leute werden es aber wohl stärker feiern als andere.


Immerhin kam ich hier auch mal zum Motorradfahren. Für mehr gute Haltestellen auf deiner Reise durch Steam kannst du meiner Steamgruppe als auch der German Steam Community folgen.
Posted 6 June. Last edited 6 June.
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11 people found this review helpful
37.0 hrs on record
Grüße von der Themse

Gibt es eine Statistik, wie viel Knoblauch der durchschnittliche Engländer vor 100 Jahren so gegessen hat? Schnell, es ist wichtig!

Gameplay
“Vampyr” ist ein 3rd Person Kampfspiel in dem wir uns gegen menschliche als auch übernatürliche Feinde zur Wehr setzen müssen. Dazu greifen wir zu allen möglichen Nahkampfwaffen, Schusswaffen als auch zu vampirischen Fähigkeiten. Das funktioniert gut und ist durchaus ein herausforderndes Kampfsystem, bei dem wir auf Resistenzen und damit auf verschiedene Strategien eingehen müssen. Ansonsten können uns im alten London dabei nach der Einleitung frei bewegen oder uns an der Haupt- und den Nebenhandlungen langhangeln. Die kleine Open-World ohne Schnellreise ist durchaus sehr clever und vertikal angelegt, man sollte jetzt aber nicht denken, dass man jetzt irgendwelche Außenposten befreien muss oder von einem Kirchturm springt. Stattdessen geht es beim Erkunden auch stärker um die Story und um Hinweise zu Charakteren. Ein großer Bestandteil neben des Kämpfes ist nämlich unser Umgang mit den Bürgern Londons. Denn wir treffen ein paar Dutzend Menschen auf unserer Reise und hier kommt der „DONTNOD“ Faktor heraus. Denn wir können nahezu jeden NPC für Erfahrungspunkte austrinken. Dabei steigert sich dieser Wert, umso Informationen oder Hinweise über sie sammeln oder als Arzt ihr Leiden heilen. Dafür gibt es sowieso einmal Erfahrung, aber tatsächlich ist „Vampyr“ deutlich schwerer, wenn man auf diese große Ladung an Erdbeersaft verzichtet und ein guter Vampir sein möchte. Dafür versinken die Stadtviertel nicht im Chaos und aus einem RPG Aspekt heraus kann man sich gut überlegen, was man so tun möchte. Das Spiel ist außerdem angenehm lang und ein zweiter Durchlauf würde sich durchaus lohnen.

Story
Das Spiel wirft uns in ein wirklich interessantes Setting: Der erste Weltkrieg ist zu Ende, die spanische Gruppe wütet unter der Bevölkerung und als Feldarzt kehren wir als Jonathan nach London zurück. Direkt zum Start erwachen wir als Vampir und stellen uns die Fragen, wer wir eigentlich sind, ob sich der Vampirismus rückgängig machen lässt und wer uns zum Blutsauger gemacht hat.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3259101601
Ist doch immer noch interessant zu sehen, was bestimmte Leute aus bekannten Mythen wie Werwölfe, Elfen oder Vampre machen. Es ist doch immer wieder unterschiedlich, was diese Wesen eigentlich sind und wie man sie töten kann.
Gerade der Umgang mit seinen Charakteren und der Verbindung mit dem Gameplay sehe ich als Höhepunkt des Spiels an. Denn manche Charaktere verdienen vielleicht nach unserem Empfinden den Tod, aber nach ein paar Hinweisen können wir den Charakter besser verstehen. Andersrum besteht auch die Gefahr, dass wir einen Charakter mögen, sich aber wahre Abgründe bei unseren Nachforschungen ergeben. Wer schnell mal Erfahrungspunkte sammeln möchte, kann einen NPC auch einfach für immer aus dem Spiel nehmen, was wirklich eine interessante Dynamik ist. Die Charaktere selber sind auch auf jeden Fall unterhaltenswert.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3259102220
Auch die Prämisse im alten London wird gut transportiert und man spürt die damalige Zeit. Der erste Weltkrieg ist quasi vorbei und die spanische Grippe verwüstet Europa. Unsere eigene Rolle ist aber etwas klischeehaft für Vampirszenarien: Wir sind nicht nur Arzt, sondern auch noch Experte für Bluttransfusionen.

Grafik/Sound
Grafisch ist das Spiel für das mittelgroße Team und sein Erscheinungsdatum echt in Ordnung. Aber gerade diese düstere Inszenierung mit dem alten London macht wirklich was her und die Immersion ist hier sehr gut gelungen. Aber das erwarte ich bei einem DONTNOD Titel auch. Allerdings fande ich gerade die Gesichtsausdrücke sehr starr und nicht mehr zeitgemäß. Die rein englische Vertonung ist hochwertig, auch wenn mir auch hier etwas mehr Emotionen gewünscht hätte. Klar, man früher hochgestochener und zurückhaltender geredet, aber etwas mehr hätte es schon sein dürfen. Die Musik fand ich wiederum richtig gut und diese entstellte Klassik passt wirklich sehr gut zum Spiel.

Fazit
Mit „Vampyr“ kehrt DONTNOD Entertainment wieder ein wenig zu seinen Wurzeln mit dem absolut zu unrecht unbekannten Remember Me zurück und entfernt sich von seinem reinen Erkundungs- und Dialogspiel. Fortgesetzt wurde dies dann ja auch mit Banishers. Der Zauber von „Vampyr“ liegt dabei jedoch nicht auf seinem durchaus guten Gameplay und vielleicht nicht einmal in der erzählten Geschichte, sondern in der besonderen Welt, in der wir uns wiederfinden. Auch ist das Spiel ein Musterbeispiel, wie man Story und Gameplay miteinander verweben kann. Fairerweise hätte man an vielen Stellen auch nochmal deutlich mehr heraus holen können. Generell ist es damit schon für alle zu empfehlen, die eine gute Story suchen. Wer dazu noch Vampire und dieses ungewöhnliche Szenario spannend findet, sollte definitiv zuschlagen!


Hier wird auch mal wieder ein etwas klassischeres Bild des Vampirs gezeichnet und da wir uns sonst in dem Medien immer mehr davon erfahren, fand ich das auch nochmal besonders. Für weitere gute Spiele und Empfehlungen schaut doch gerne in meiner Steamgruppe als auch der German Steam Community vorbei.
Posted 1 June. Last edited 1 June.
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4 people found this review helpful
11.3 hrs on record
Ganz ruhig…

…du kannst sie nicht alle töten. Obwohl…?

Gameplay
Der zweite Teil des Partymörders verändert am Prinzip sehr wenig: Wir gehen irgendwohin und bringen möglichst unauffällig Leute um. Allerdings haben wir im zweiten Teil oft die Wahl, ob wir bestimmte Ziele erreichen oder doch klassisch alle Leute umbringen wollen. Die Level sind sehr offen anpackbar und bieten oft tolle “Unfallmöglichkeiten” um Leute loszuwerden. Erkunden lohnt sich also, denn es gibt auch durchaus verrückte Ereignisse. Da kann sich schonmal ein Terminator in der Seitengasse manifestieren oder wir bauen uns im Inventar mal einen Molotov zusammen. Ansonsten ist das Messer natürlich wieder unser bester Freund, um Leute abzustechen und sie anschließend im nächsten Müllcontainer verschwinden zu lassen. Warum überall Kisten mit Blend-, Gas- und Splittergranaten herumliegen? Amerika! Zumindest konnte ich endlich mal ausprobieren, was passiert, wenn man in einem Nachtclub eine Handgranate auf die Tanzfläche wirft. Das fetzt!
Weitere Eigenschaften sind die Möglichkeiten im Koop zu spielen und die verschiedenen Charaktere, mit denen wir die Missionen problemlos erneut spielen können und die teils andere Fähigkeiten mitbringen. Außerdem gibt es in den Level zusätzliche Aufgaben, die wir erfüllen können, um so ein wenig Fortschritt zu machen. Aber ich muss auch warnen, dass das Spielprinzip immer noch aus viel „Try and Error“ besteht und es auch aufgrund fehlender Autosaves auch mal frusten kann.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3256272052
Der Umfang ohne DLC ist dabei vergleichbar mit dem ersten Teil, allerdings fand ich die Level vielleicht sogar noch etwas unterschiedlicher. Oh, und der zweite Teil hat dazu noch einen lokalen Koop. Also schnapp dir einen weiteren Partylöwen!

Story
Wir schlüpfen in einen Charakter, der aus bestimmten Gründen seinem Alltag überdrüssig wird und bewusst Rache nehmen will. So macht er sich auf den Weg, dass zu tun, was er am besten kann und zeigt seine ganz besonderen Dancemoves! Dieses Mal ist die Geschichte allerdings stärker verbunden und in Ladebildschirmen unterhält sich unsere Therapeutin mit einem Polizisten darüber, was unsere Motive für bestimmte Partybesuche sein könnten. Es gibt also eine wirkliche Geschichte hinter den Amokläufen und auch eine Verbindung zum ersten Spiel. Das Setting ist dabei natürlich überzogen und lässt mich überlegen, ob ich mein ganzes Leben lang nicht auf den falschen Partys unterwegs war.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3256272675

Grafik/Sound
Guckt euch mal die Dancemoves von den Leuten an. Irre! Ansonsten ist die Grafik recht ähnlich zum ersten Teil. Der Soundtrack ist ziemlich gut und eignet sich mit seinem elektronischen Sound für jede Party. Natürlich am besten für die Partys, auf denen ihr eure Freunde umbringen wollt!

DLC
Ja, es gibt ein “Alien Butt Form”-DLC. Puh, auf den Namen muss man auch erstmal kommen. Dieses fügt nicht nur drei neue Charakter ein (die eh alle schon abgedreht sind), sondern auch vier neue Szenarien mit ein paar guten Ideen. Beim Preis muss man überlegen, aber man verpasst auch nichts, wenn man erst das Grundspiel probiert.

Fazit
Auch wenn die Optik sich von „Party Hard 2“ zum ersten Teil etwas verändert hat, ist sich das Spiel treu geblieben und das Abschlachten der Partygäste fühlt sich immer noch sehr...gut an. Gott, was macht dieses Spiel aus mir? „Party Hard 2“ fand ich noch ein Stück besser als den Vorgänger und kann ihn jedem Partygänger empfehlen. Macht doch mehr Spaß, als wegen zu lauter Musik die Polizei zu rufen, oder? Und nachhaltiger ist es auch.


Das Spiel liefert auf jeden Fall einen Grund mehr, warum man Freitagabends zuhause bleiben sollte… Da ich das oft mache (was irgendwie traurig klingt) habe ich mittlerweile echt viele Spiele gespielt und Reviews geschrieben. Für mehr davon kannst du bei meiner Steamgruppe oder der German Steam Community vorbeischauen.
Posted 28 May. Last edited 28 May.
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10 people found this review helpful
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21.7 hrs on record
Job mit Nachtschichtzulage

„Schatz, ich geh zur Arbeit.“ „Aber es ist zwei Uhr Nachts!“ „Ach, Liebling, du weißt doch: Das Böse schläft nie!“

Gameplay
Tatsächlich sind wir in unserem Job ohne gesetzliche Krankenversicherung gar nicht nur Nachts unterwegs, sondern können uns die Zeit aussuchen. Unser Ziel ist klar: Einbrechen und möglichst viele Wertgegenstände mit raus nehmen. Dabei können wir uns frei in kleinen Arealen bewegen und munter dort einsteigen, wo wir wollen. Allerdings ist es natürlich hilfreich zu wissen, wieviele Personen in den Haushalten wohnen und wann sie zuhause sind. Dafür spähen wir die Grundstücke am besten erstmal aus und/oder kaufen Informationen im Darknet. Jedes Mal, wenn wir dabei in das Viertel zurückkehren, respawnen die meisten Wertgegenstände und ja, im Prinzip wiederholt sich das Ganze ab hier. Allerdings machen wir auch Fortschritt und schalten neue Gegenden, Talente und Ausrüstung frei. So werden wir besser im Schlösserknacken, schalten aber auch neue Gameplaymechaniken wie Hacken oder Fahrzeugdiebstahl frei. Wer glaubt, dass ehrliche Einbrecher nicht viel lernen müssten, ist wohl einfach noch nie irgendwo eingebrochen! Sind wir beim Einbrechen unvorsichtig und entkommen anschließend der Polizei, wird die Staatsmacht aufmerksamer auf das Gebiet und läuft vermehrt Patrouille. Leise sein ist also der Schlüssel, denn auch wenn der Universalschlüssel Brechstange meist gut funktioniert, ist der “Thief Simulator” in erster Linie ein Stealthgame. Neben den “Storyaufgaben” gibt es dann auch noch ein paar optionale Ziele abzuarbeiten.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3225274805
Technisch hat das Spiel ein paar Schwächen, z.B. spawnen Leute wenn sie nach Hause kommen, direkt irgendwo und man läuft ihnen dadurch schnell mal ins Gesicht, selbst wenn man schon die Umrisse der Personen sehen kann.

Story
Wir wurden von einem Mafiosi aus dem Knast geholt und müssen unsere Schulden jetzt abbezahlen. Also abseits von gelegentlichen Telefonanrufen und Aufträgen haben wir nicht viel Geschichte. Allerdings bestehen die Nebenaufträge überwiegend daraus, bei jemanden einzusteigen und z.B. Gläser, Toiletten oder Waschbecken zu zertrümmern. Wir haben es also mit so einer richtigen amerikanischen Kleinstadt zu tun: Vorne rum ist alles idyllisch, in Wirklichkeit hassen sich die Nachbarn aber untereinander und beauftragen “Auftragszerstörer”. Schlecht für die Gemeinschaft, aber gut für unsere Geldbörse.

Grafik/Sound
Grafisch macht der „Thief Simulator“ wohl nur das, was er für sein 3D Gameplay braucht. Etwas schade fand ich, dass man weder sein Auto noch sein Zuhause aufrüsten kann.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3225276287
Schon witzig, dass man als Einbrecher in einer Bude haust, in die man wirklich sehr leicht einbrechen könnte. Grafik als auch Sound sind also bestenfalls als funktional zu bezeichen.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3225276107

DLCs
Einmal gibt es noch das „Luxury House“-DLC, was ein paar hochwertige Häuser hinzufügt, aber kein Muss ist. Beim „Shopping Center“-DLC bin ich mal gespannt: Das soll ja noch erscheinen, obwohl das Spiel bereits einen Nachfolger hat.

Fazit
Also, meine Erwartungen an den „Thief Simulator“ wurden zufriedenstellend erfüllt. Als Simulator ist es halt eher simpel, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Es gibt auch einen zweiten Teil, der da vielleicht nochmal etwas besser ist. Für diesen Titel kann ich zusammenfassend sagen: Er ist ganz lustig und kein Simulator der ganz billigen Sorte. Es nimmt sich schon selber ernst und hat ein paar gute Ideen. Außerdem kommen neue Spielmechaniken langsam hinzu, was das Spiel länger frisch hält und macht den Titel herausfordernder. Im Angebot kann man bei Interesse zuschlagen.


Haben wir das Glas gebrochen und hat dir das Review gefallen? Dann schau doch mal meiner Steamgruppe oder der German Steam Community vorbei, in denen ich meine Reviews sonst noch veröffentliche.
Posted 19 May. Last edited 19 May.
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7 people found this review helpful
32.0 hrs on record
Abgedrehter geht kaum noch!

Mit zwei Händen kann man übrigens zwei Waffen halten, verdoppelt also seine Nazi-Tötungsrate. Für euch getestet und für gut befunden!

Gameplay
Spielerisch setzt “Wolfenstein II: The New Colossus” da an, wo der Vorgänger aufgehört hat: Nazis umballern. Dafür steht uns wieder ein großes Arsenal von Waffen zur Verfügung, die wir teilweise auch beidhändig verwenden dürfen. Aber auch das leise Vorgehen ist oft möglich und sinnvoll. Es gibt wie auch im Vorgänger verbesserbare Fähigkeiten und ein paar kleinere neue Elemente, aber im Kern bleibt es gutes Geballer, dass auf höheren Schwierigkeitsgraden durchaus anspruchsvoll wird.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3236279406
Neben der Handlung besuchen wir öfters unseren Hub und können viele Nebenaufgaben erledigen. Neben kleineren Jobs im Hub gibt es noch wahnsinnig viel zu sammeln, alle Retro-Level des originalen Wolfensteins zu spielen sowie Abschnitte der Handlung im Arcade Modus oder mit Engimacodes wieder zu besuchen. Es gibt also durchaus viel zu tun und manche Tätigkeiten sind dabei bestimmt spannender als andere. Technisch kann ich noch erwähnen, dass ich ein paar Abstürze hatte.

Story
Wir schlüpfen wieder in die Rolle von B.J. Blaskowicz, der mit seiner Untergrundgruppe nach dem Fall von Totenkopf aus dem ersten Teil nun stärker in die Offensive gehen möchte. Das ist auch bitter nötig, denn im Setting von Wolfenstein erleben wir im Jahre 1961 ein Szenario, in dem die Nazis die gesamte Welt beherrschen und ihre Ideologie jedem Menschen aufzwingen. Neben neuen Charakteren ist dabei natürlich auch wieder ein oft sehr zynischer und oft ironischer Einblick in die Welt gegeben, wenn die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen hätten. Genau das finde ich persönlich am Interessantesten am Spiel.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3235361279
Der zweite Teil legt seinen Fokus etwas stärker auf die Geschichte und die Figuren, was vielleicht nicht jeder gut findet. Darunter leidet die Ballerei zwar nicht direkt, aber die Cutscenes sind deutlich länger und es geht nicht immer direkt von einer halsbrecherischen Mission in die Nächste. Gewohnt für die Spielreihe ist der zweite Teil vielleicht noch überzogener und satirischer als der Erste. Aber gerade dieses total Überdrehte ist für so manchen auch das Amüsante an dem Spiel.

Grafik/Sound
Grafisch und technisch ist das Spiel absolut genießbar, auch wenn die Gesichter für heutige Verhältnisse etwas starren. Ah, deswegen tragen die meisten Feinde einen Helm. Clever! Da ich kurz vorher noch The New Order gespielt habe, ist mir der große Grafiksprung aber wirklich aufgefallen. Ein bisschen schade fand ich das Leveldesign in der Optik, weil wir viele Bunker durchstöbern und es viele Ähnlichkeiten gibt.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3235353084
Die englische Synchronisation schlägt auch hier die Deutsche, auch wenn die durchaus in Ordnung ist. Schlagwörter und viele weitere Dialoge bleiben dabei in der eigenen Sprache, was ich persönlich immer besser für die Immersion finde.

DLC
Die „Freedom Chronicles“ sind drei kleinere Geschichten, in denen man andere Wiederstandskämpfer spielen kann. Die Spielzeit beläuft sich für den Standardpreis auf schwache 4 Stunden und dabei laufen wir nur dieselben Orte wie im Hauptspiel ab. Dafür dann noch 25€ zu veranschlagen…dass nenne ich mal Mut. Wie auch viele andere meinen: Selbst für 10€ im Sale sind die DLCs ihr Geld leider nicht wert. Etwas seltsam ist zudem, dass ich die DLCs zur auf der Steamseite zur deutschen Fassung kaufen kann, nicht aber in der Internationalen (die ich besitze). Da scheint nachträglich etwas auf Steam falsch gelaufen zu sein.

Zensur
Wie auch bei seinen Vorgängern gibt es die internationale und die deutsche Version. Juhu, wir sind mal wieder was Besonderes. Da die Gesetzeslage sich mittlerweile aber verändert hat, bekommt man nun beim Kauf auf Steam beide Versionen in die Bibliothek und muss sich, wenn man nicht in den Dateien rumfummeln will, für eine Version entscheiden. Ohne Englischkenntnisse wäre das natürlich die deutsche Version, wer aber lieber Hitler statt Herrn Heiler aufs Dach steigen will, sollte sich die internationale Version anschauen. Die Dialoge sind nicht grade schwer zu verstehen und gerade als Deutscher ist es amüsant zu sehen, wie die deutsche Sprache „überspitzt amerikanisiert“ dargestellt wird.

Fazit
„Wolfenstein II: The New Colossus“ führt den neuaufgelegten Klassiker aus meiner Sicht würdevoll fort. Das sehen allerdings nicht alle Fans so und auch das kann ich verstehen. Der Fokus liegt deutlich mehr auf den Personen und der Geschichte. Der eigentliche Spielanteil ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich zurückgeschraubt und das gefällt eben nicht jedem. Ich bin halt grade so ein Fan der Reihe, weil es das „was wäre wenn“ Szenario in großer Dimension und natürlich richtig überspitzt darstellt. Aber auch die Shooterpassagen können sich sehen lassen. Für den Vollpreis würde ich mir das Spiel zwar nicht mehr kaufen, aber im Angebot kann ich es wirklich empfehlen. Nazis umknüppeln hat noch nie so viel Spaß gemacht!


Interesse an mehr guten Reviews? Dann folge mir doch in meiner Steamgruppe oder der German Steam Community, in denen ich meine Reviews als Kurator verfasse.
Posted 2 May. Last edited 2 May.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
5 people found this review helpful
1.2 hrs on record
Ein klecksiges Appetithäppchen

Hier handelt es nicht um einen dritten Teil, sondern eher um einen kostenlosen Anreger für die Spielreihe und den bald erscheinenden Bendy: The Cage.

Gameplay
“Bendy: Secrets of the Machine” ist ein kurzes Abenteuer, in dem es ausschließlich ums Rätseln geht. Dabei handelt es sich aktuell aber um ein sehr kleines Gebiet, in dem wir denselben Ort wieder durchforsten und jedes Mal auf ein anderes Detail eingehen müssen. Das kann tatsächlich schnell frustrierend werden. Außerdem kann man nicht sagen, dass es DAS Ende gibt, denn früher oder später stehen wir dann doch wieder vor dem ersten Raum. Aber nicht nur bei der kurzen Spielzeit von ca. 30-60 Minuten merkt man, dass der Titel noch in den Kinderschuhen steckt. So gibt es beispielsweise auch kein Optionsmenü.

Story
Wir erleben eine kurze Geschichte über eine neue Figur: Riley. Diese findet sich in einer ganz persönlichen Rätselhölle wieder und wir erfahren ein wenig über ihre Vergangenheit. Man kann vermuten, dass Riley in Bendy: The Cage ihren eigentlichen Auftritt haben möchte. Wenn nicht, wäre das allerdings auch nicht schlimm. Es ist hier einfach ein kleiner Bendyhappen.

Grafik/Sound
Die Grafik ist vergleichbar mit den anderen Spielen und fängt den klassischen Charme der Reihe ein. Soundtechnisch gibt es nicht gerade viel zu erleben.

Fazit
„Bendy: Secrets of the Machine“ ist nicht viel mehr als ein Teaser des aufkommenden dritten Teils: Bendy: The Cage. Allerdings ist das Spiel nicht stellvertretend für die Qualität anzusehen. Viel wird hier auch nicht mehr kommen. Ein paar Ecken fand ich schnell langweilig und eher nervtötend, aber zumindest ein paar Minuten kann man sich das Ganze anschauen. Man sollte allerdings nicht zuviel erwarten.


Kostenlose Spiele können zwar nicht schaden, aber wenn man in die Reihe einsteigen möchte, würde ich doch den ersten Teil empfehlen. Für weitere gute Spiele kann ich dann nur noch meine Steamgruppe und die German Steam Community empfehlen.
Posted 30 April. Last edited 30 April.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
5 people found this review helpful
8.0 hrs on record
Mit einem Rohr malen

Und zwar auf den Köpfen der Feinde!

Gameplay
“Bendy and the Dark Revival” folgt dem Konzept des ersten Teils überwiegend und bietet eine Mischung aus Erkunden, Verstecken, Nahkämpfen und Rätseln. Gerade letztere kommen allerdings sehr kurz. Ansonsten gibt es ein paar Upgrades für den Spieler zu finden und die Level sind offener gestaltet, was mich schnell an Bioshock erinnert hat.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3233864917
Spielerisch ist das alles keine Topqualität, aber es fügt sich ganz gut in die besondere Spielwelt ein. Ein Aspekt, den ich wirklich eher negativ aufgenommen habe, war das zufällige Auftauchen des Tintendämonen, der sich immer wieder kurz ankündigt und den Spieler zwingt, sich innerhalb der nächsten 10 Sekunden im Schrank zu verstecken. Aber es gibt einfach Stellen, wo man unmöglich rechtzeitig ein Versteck finden kann. Wer sich nicht versteckt, stirbt also und wenn dann das letzte Autosave schon länger her ist…Kann einfach nervig sein. Immerhin ist das Spiel deutlich länger als sein Vorgänger.

Story
Wir schlüpfen in die Rolle von Audrey, einer Cartoonistin eines kleinen Studios, dass nach dem Tod von Joey Drew im Jahre 1961 dessen Arbeit erneut aufnimmt. Aber sehr schnell finden wir uns dabei in der verrückten Tintenwelt wieder und kämpfen um unser Überleben, während wir alte Bekannte treffen und zugleich herausfinden müssen, was der mysteriöse Wilson für düstere Pläne verfolgt…
Das Spiel führt die Geschichte des Vorgängers dabei ziemlich clever aus und baut das Bendyversum gut aus. Ich fand auch gerade die Charaktere allesamt sehr gut geschrieben. Da können sich viele Spiele noch was von abschneiden.

Grafik/Sound
Auf technischer Ebene merkt man den Zuwachs im Team deutlich: Grafik und Animationen sind deutlich hochwertiger und auf einem ganz anderen Level als das damals noch viel kleinere Projekt des ersten Spiels. Unverkennbar ist aber natürlich der Cartoonstil der 30er Jahre.
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3233866821
https://steamproxy.net/sharedfiles/filedetails/?id=3233867092
Leider haben die Hörbücher keine Untertitel und müssen im Menü durchgelesen werden, wenn man nicht über die nötigen Englischkenntnisse verfügt. Die Übersetzung ist an manchen Stellen sonst etwas holprig, aber noch genießbar. Außerdem weiß ich nicht, obs an mir lag, aber ich hatte in dem Spiel immer wieder große Ruckler und abseits durchgehend exakt 73 FPS, was ich auch nicht verändern konnte. Ich konnte das Spiel zwar gut spielen, manchmal hat es dann aber schon etwas genervt.

Fazit
„Bendy and the Dark Revival” ist ein wenig wie ein „Bioshock in einer Cartoonwelt“, auch wenn wir hier nur unser Rohr als Waffe haben. Aber besondere Fähigkeiten, Loot und Feinde, die auf ihre Art doch sehr an Splicer erinnern, lassen den Vergleich aufkommen. Ansonsten fährt der zweite Teil ganz klar eine andere Schiene als noch sein Vorgänger, macht aber nahezu alles besser. Die Grafik ist deutlich besser und spannender gestaltet, Animationen flüssiger und auch die Geschichte ist deutlich facettenreicher. Wer den ersten Teil gut fand, sollte mit „Dark Revival“ sogar noch glücklicher werden.


Schon mein Review zum ersten Teil gesehen? Neben meiner eigenen Steamgruppe veröffentliche ich meine Reviews auch noch in der German Steam Community. Schau da doch jeweils gerne mal vorbei!
Posted 29 April.
Was this review helpful? Yes No Funny Award
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